Wer eine erotische Anzeige aufgibt oder auf eine antwortet, möchte selbst entscheiden, wer davon erfährt. Arbeitgeber, Familie und Nachbarn gehen dein Liebesleben nichts an. Mit ein paar Einstellungen und Gewohnheiten machst du es anderen schwer, dein Profil mit deiner Person zu verbinden. Die meisten Schritte dauern nur wenige Minuten.

Anzeigename statt Klarname

Auf sexonate trittst du unter einem Anzeigenamen auf. Dein echter Name erscheint nirgends öffentlich. Wähle einen Namen, der keinen Rückschluss auf dich zulässt:

  • nicht dein Vorname mit Geburtsjahr
  • nicht derselbe Benutzername, den du bei Instagram, im Gaming oder in Foren nutzt
  • keine Hinweise auf deinen Wohnort oder deinen Beruf

Leg dir außerdem eine eigene E-Mail-Adresse für sexonate an. Eine kostenlose Adresse bei einem beliebigen Anbieter reicht. Sie sollte weder deinen vollen Namen enthalten noch mit deinem Arbeits- oder Familienpostfach verbunden sein. So landen Benachrichtigungen nicht in einem Postfach, das andere mitlesen, und du kannst dein sexonate-Konto klar von deinem Alltag trennen.

Fotos: Gesicht, Tattoos, Hintergründe und Standortdaten

Fotos verraten oft mehr, als du beim Hochladen bemerkst. Geh jedes Bild durch, bevor du es veröffentlichst.

  • Gesicht: Du musst dein Gesicht nicht zeigen. Viele Inserierende fotografieren sich ab dem Hals abwärts, von hinten oder mit bewusst unscharfem Gesicht.
  • Tattoos, Muttermale, Narben: Auffällige Merkmale erkennen Bekannte sofort. Wähle Perspektiven, auf denen sie nicht zu sehen sind, oder überdecke sie mit Kleidung.
  • Hintergrund: Bilder an der Wand, Fensterblick, Möbel und Spiegel machen deine Wohnung erkennbar. Fotografiere vor einer neutralen Wand.
  • Schmuck und Kleidung: Eine markante Uhr oder ein Lieblingspullover, den du auch auf Social Media trägst, verbindet beide Welten.

Verwende keine Fotos, die du schon an anderer Stelle im Netz veröffentlicht hast. Über eine Rückwärts-Bildersuche kann jemand sonst dein Profil bei sozialen Netzwerken finden.

Fotos vom Smartphone enthalten oft versteckte Standortdaten, sogenannte GPS- oder EXIF-Daten. Sie zeigen, wo das Bild entstanden ist, im Zweifel also deine Wohnung. sexonate entfernt diese Daten beim Hochladen aus jedem Foto. Wenn du Bilder auch woanders verschickst, schalte die Standortfunktion der Kamera-App in den Einstellungen deines Handys ab.

Telefonnummer ausblenden und Nachrichten nutzen

Deine Telefonnummer ist ein direkter Weg zu deiner Identität. Über Messenger-Apps sehen andere oft deinen Namen und dein Profilbild, und manche Apps schlagen dich Menschen vor, die deine Nummer gespeichert haben.

Auf sexonate musst du keine Nummer angeben. Trägst du eine ein, kannst du sie in der Anzeige ausblenden. Interessenten schreiben dir dann über die Nachrichten auf der Plattform. Gib deine Nummer erst heraus, wenn ein Treffen konkret wird. Für regelmäßige Kontakte lohnt sich eine Zweitnummer, etwa über eine zweite SIM-Karte oder eine eSIM.

Deine Straße bleibt privat

Für die Umkreissuche zeigt sexonate Postleitzahl und Ort deiner Anzeige an. Eine Straße kannst du angeben, sie wird aber nie öffentlich angezeigt. Teile deine genaue Adresse erst kurz vor einem vereinbarten Treffen und nur mit der Person, die du triffst.

Wenn du an einer festen Adresse arbeitest, kannst du für erste Treffen einen Treffpunkt in der Nähe nennen und die Hausnummer erst vor Ort durchgeben. Achte darauf, dass dein Klingelschild nicht auf Fotos zu sehen ist.

Gerät und Konto schützen

Die beste Anonymität hilft wenig, wenn jemand dein Handy entsperrt oder dein Passwort errät. Diese Maßnahmen schützen dein Konto:

  • Eigenes Passwort: Nutze für sexonate ein Passwort, das du nirgendwo sonst verwendest. Ein Passwort-Manager erstellt und speichert lange, zufällige Passwörter für dich.
  • Zwei-Faktor-Anmeldung: Aktiviere sie in den Sicherheitseinstellungen deines sexonate-Kontos. Dann reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht für den Zugriff.
  • Bildschirmsperre: Sichere dein Handy mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung und stell eine kurze automatische Sperrzeit ein.
  • Benachrichtigungen ohne Inhalt: Stell in den Systemeinstellungen ein, dass Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm keine Vorschau zeigen.

Die Benachrichtigungs-Mails von sexonate enthalten nie den Text einer Nachricht. Wer über deine Schulter auf das Postfach schaut, sieht nur, dass eine neue Nachricht auf dich wartet. Nutzt du ein gemeinsames Gerät, melde dich nach jeder Sitzung ab und verwende den privaten Modus deines Browsers.

Erpressung oder Drohung mit einem Outing

Manchmal droht jemand, deine Anzeige, Fotos oder Chats an Familie oder Arbeitgeber weiterzugeben, wenn du nicht zahlst. Diese Erpressung ist eine Straftat, und du musst dich ihr nicht beugen.

So gehst du vor:

  • Nicht zahlen: Erpresser hören nach einer Zahlung selten auf. Meist folgt die nächste Forderung.
  • Nicht verhandeln: Antworte nicht weiter und lass dich nicht auf Diskussionen ein.
  • Beweise sichern: Mach Screenshots von Nachrichten, Profilen und Zahlungsaufforderungen, inklusive Datum und Uhrzeit. Lösch nichts.
  • Melden: Kam der Kontakt über sexonate zustande, nutze den Melde-Button an der Anzeige. Unser Team prüft die Meldung und sperrt Konten, die gegen unsere Regeln verstoßen.
  • Anzeige erstatten: Wende dich an die Polizei, vor Ort oder über die Online-Wache deines Bundeslandes.
  • Unterstützung holen: Auf unserer Seite „Hilfe & Sicherheit“ findest du Beratungsstellen, die anonym helfen. Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter finden über das Bündnis der Fachberatungsstellen bufas eine Beratungsstelle in ihrer Nähe: bufas.net.

Du hast nichts falsch gemacht, wenn dich jemand erpresst. Die Verantwortung liegt allein bei der Person, die droht.