Hinter den meisten Anzeigen stehen echte Menschen. Einige Profile dienen aber nur dazu, an dein Geld, deine Daten oder deine Fotos zu kommen. Die Betreiber solcher Fake-Profile arbeiten oft nach demselben Muster. Wenn du die Warnzeichen kennst, erkennst du die meisten Versuche, bevor du etwas verlierst.

Zu perfekte Fotos und nur ein einziges Bild

Fake-Profile nutzen häufig Bilder, die aus Werbung, Modelagenturen oder fremden Social-Media-Konten stammen. Typische Hinweise:

  • Die Fotos wirken wie aus einem Fotostudio: perfekte Beleuchtung, retuschierte Haut, professioneller Hintergrund.
  • Es gibt nur ein Foto, oder alle Fotos stammen sichtbar aus derselben Aufnahmeserie.
  • Alter, Beschreibung und Bild passen nicht zusammen.
  • Das Profil hat kein Foto, auf dem man die Person in einer alltäglichen Umgebung sieht.

Ein einzelnes dieser Merkmale beweist nichts. Viele echte Inserierende lassen ihre Fotos professionell machen und zeigen aus guten Gründen ihr Gesicht nicht. Mehrere Hinweise zusammen sollten dich aber aufmerksam machen.

Mit einer Rückwärts-Bildersuche prüfst du, ob ein Foto schon anderswo im Netz auftaucht. Große Suchmaschinen bieten dafür eine Bildersuche an, bei der du ein Bild hochlädst oder einen Bildausschnitt markierst. Findest du dasselbe Foto unter anderem Namen, auf einer Stock-Foto-Seite oder bei einer bekannten Person, hast du ein starkes Indiz für ein Fake-Profil.

Druck, Eile und Geldforderungen

Betrügerische Profile wollen schnell zum Ziel. Sie bauen Zeitdruck auf, damit du nicht nachdenkst. Sätze wie „Ich bin nur heute in der Stadt“ oder „Wenn du jetzt nicht zahlst, gebe ich den Termin weiter“ sollen dich zu einer Entscheidung drängen.

Achte besonders auf diese Forderungen:

  • Anzahlung oder Reservierungsgebühr vor dem ersten Treffen
  • Bezahlung über Gutscheinkarten, Kryptowährung oder Zahlungsdienste, bei denen du das Geld nicht zurückholen kannst
  • eine angebliche Gebühr für Verifizierung, Sicherheit oder Freischaltung
  • Bitte um Hilfe in einer Notlage, etwa für eine Reparatur oder ein Bahnticket

Für das Lesen von Nachrichten oder für ein Treffen verlangt sexonate kein Geld. Zahlungsaufforderungen im Chat stammen nicht von uns. Wer behauptet, du müsstest an sexonate oder einen Dritten zahlen, um weiterzukommen, versucht dich zu betrügen. Brich den Kontakt ab und melde das Profil.

Weg von der Plattform auf Zuruf

Ein weiteres Muster: Die Person will nach wenigen Nachrichten auf einen Messenger wechseln oder schickt dir eine Telefonnummer, unter der du dich melden sollst. Manchmal kommt ein Link dazu, über den du dich angeblich registrieren oder ausweisen musst.

Außerhalb von sexonate kann niemand die Nachrichten prüfen, und der Melde-Button fehlt. Gleichzeitig bekommt dein Gegenüber deine Telefonnummer und damit oft deinen Namen und dein Profilbild aus dem Messenger.

Bleib in den Nachrichten auf sexonate, bis du der Person vertraust. Öffne keine Links zu fremden Anmelde- oder Bezahlseiten. Gib deine Nummer erst heraus, wenn ihr einen konkreten Termin besprochen habt und dir das Gespräch schlüssig vorkommt.

Echt-Check-Abzeichen: Hinweis, keine Garantie

Auf sexonate können Inserierende freiwillig den Echt-Check machen. Dabei schicken sie ein Selfie mit einem Zettel, auf dem ein persönlicher Code und das Datum stehen. Unser Team prüft das Selfie und löscht es danach. Fällt die Prüfung positiv aus, bekommt die Anzeige das Abzeichen „Echt“.

Das Abzeichen zeigt dir, dass hinter dem Konto eine echte Person steht, die sich zum Zeitpunkt der Prüfung per Selfie gezeigt hat. Es sagt nichts darüber aus, wie sich jemand bei einem Treffen verhält, und es ersetzt nicht deine eigene Vorsicht. Ein Profil ohne Abzeichen ist umgekehrt kein Fake: Der Echt-Check ist freiwillig, und manche Menschen verzichten bewusst darauf.

Neue Anzeigen von Konten ohne Echt-Check prüfen wir außerdem, bevor sie online gehen. Auch das filtert viele Fakes heraus, aber nicht alle.

Selbst prüfen: Wunschfoto oder kurzer Videoanruf

Wenn du unsicher bist, bitte um einen kleinen Beweis. Zwei Möglichkeiten haben sich bewährt:

  • Wunschfoto: Bitte um ein Foto mit einer bestimmten Geste, zum Beispiel drei erhobenen Fingern oder einem Zettel mit dem heutigen Wochentag. Das Foto muss nichts Intimes zeigen. Eine Hand und ein Stück Gesicht oder Kleidung reichen.
  • Kurzer Videoanruf: Ein Gespräch von einer Minute zeigt dir, ob die Person zu den Fotos passt. Den Anruf vereinbart ihr, wenn ihr sowieso einen Termin plant.

Wer echt ist, versteht diese Bitte meist. Wer ausweicht, Ausreden erfindet oder plötzlich Geld für den Beweis verlangt, gibt dir damit eine klare Antwort. Diese Prüfung funktioniert in beide Richtungen: Auch Inserierende dürfen Interessenten um eine kurze Bestätigung bitten.

Verdacht melden

Wenn dir ein Profil verdächtig vorkommt, nutze den Melde-Button an der Anzeige. Wähle den passenden Grund aus und schreib in ein, zwei Sätzen dazu, was dir aufgefallen ist, zum Beispiel: „Verlangt vorab 50 Euro per Gutscheinkarte“ oder „Foto stammt laut Bildersuche von einer Model-Website“.

So hilfst du uns am meisten:

  • Melde, bevor du den Chat löschst, damit der Verlauf als Beleg erhalten bleibt.
  • Mach Screenshots von Zahlungsaufforderungen und verdächtigen Links.
  • Wenn du bereits Geld verloren hast, erstatte zusätzlich Anzeige bei der Polizei und wende dich an deine Bank.

Unser Team prüft die Meldung und entfernt Anzeigen oder sperrt Konten, die gegen unsere Regeln verstoßen. Hinweise auf Minderjährigkeit oder Zwang bearbeiten wir mit höchster Priorität.