Ein Treffen mit jemandem, den du nur aus einer Anzeige und ein paar Nachrichten kennst, verlangt etwas Vorbereitung. Die folgenden Regeln kosten dich wenig Zeit und schützen dich vor den häufigsten Problemen: falsche Erwartungen, Druck vor Ort und Betrug mit Vorkasse. Sie gelten für Suchende genauso wie für Inserierende.
Erstes Kennenlernen nur über die Plattform
Schreib die ersten Nachrichten über das Nachrichtensystem von sexonate. Dort siehst du den Anzeigennamen deines Gegenübers, aber keine Telefonnummer und keine private E-Mail-Adresse, solange ihr sie nicht selbst austauscht. Du entscheidest also, wann du mehr von dir preisgibst.
Wer dich gleich in der ersten Nachricht zu WhatsApp, Telegram oder einer anderen App lotsen will, umgeht damit oft genau die Stelle, an der du ihn melden könntest. Bleib ruhig bei den Nachrichten auf sexonate, bis du ein gutes Gefühl hast. Eine seriöse Person akzeptiert das.
Die Benachrichtigungs-Mails von sexonate enthalten übrigens nie den Nachrichtentext. Wer dein Postfach mitliest, sieht nur, dass eine neue Nachricht wartet.
Vor dem Treffen: Absprachen schriftlich festhalten
Kläre die wichtigen Punkte vorher, und zwar schriftlich im Chat. So kannst du später nachlesen, was vereinbart war, und es gibt weniger Raum für Missverständnisse.
Diese Fragen solltet ihr vor dem Treffen beantwortet haben:
- Wo trefft ihr euch genau? Adresse, Hotel, Café oder Treffpunkt vor einem Gebäude.
- Wann beginnt das Treffen und wie lange soll es dauern?
- Was erwartet ihr beide? Gesprächspartner, Begleitung, Massage oder ein Date. Schreib es so konkret, wie es für euch beide angenehm ist.
- Was ist ausgeschlossen? Grenzen gehören vor das Treffen, nicht in die Situation selbst.
- Falls Geld eine Rolle spielt: Betrag, Dauer und Zeitpunkt der Zahlung.
Wenn dein Gegenüber bei diesen Punkten ausweicht oder sie ständig ändert, ist das ein Warnsignal. Klare Antworten sprechen für jemanden, der Treffen ernst nimmt.
Öffentlicher Treffpunkt und eine Vertrauensperson
Für das erste Treffen eignet sich ein Ort mit anderen Menschen in der Nähe: ein Café, eine Hotellobby oder ein belebter Platz. Dort könnt ihr euch zehn Minuten ansehen und unterhalten, bevor einer von euch entscheidet, ob es weitergeht. Fährst du direkt zu einer unbekannten Privatadresse, gibst du diese Möglichkeit auf.
Plane deinen Heimweg vorher. Komm mit eigenem Verkehrsmittel oder kläre, wie du jederzeit allein wegkommst. Halte dein Handy geladen und hab etwas Bargeld für ein Taxi dabei.
Sag einer Vertrauensperson Bescheid, bevor du losgehst, etwa einer Freundin oder einem Freund. Gib ihr den Treffpunkt, die Uhrzeit und den Anzeigennamen deines Dates. Vereinbart eine Uhrzeit, zu der du dich meldest, und was sie tut, wenn die Nachricht ausbleibt. Viele Smartphones bieten auch an, den eigenen Standort für eine begrenzte Zeit mit einer Person zu teilen. Diese Funktion kannst du für die Dauer des Treffens einschalten und danach wieder abstellen.
Ein vereinbartes Codewort hilft, wenn du während des Treffens unauffällig um Hilfe bitten willst, etwa per kurzer Nachricht oder in einem Anruf.
Nicht in Vorleistung gehen
Die häufigste Masche im Online-Dating ist Betrug mit Vorkasse. Jemand verlangt vor dem ersten Treffen Geld: als Anzahlung, für die Fahrt, für eine angebliche Verifizierung oder als Gutscheincode. Danach meldet er sich nicht mehr, oder er erfindet die nächste Gebühr.
Halte dich an diese Regeln:
- Überweise Unbekannten vor einem Treffen kein Geld und kauf keine Gutscheinkarten für sie.
- Gib keine Bankdaten, Ausweisfotos oder Zugangscodes heraus.
- Klick nicht auf Links zu angeblichen Bezahl- oder Prüfseiten, die dir jemand im Chat schickt.
- Für das Lesen von Nachrichten oder für ein Treffen verlangt sexonate kein Geld. Zahlungsaufforderungen im Chat stammen nicht von uns.
Das gilt auch umgekehrt: Wenn du inserierst, nimm keine Überweisungen von Fremden an, die dich bitten, einen Teil weiterzuleiten. Dahinter steckt häufig Geldwäsche.
Auf das Bauchgefühl hören und abbrechen dürfen
Du darfst ein Treffen jederzeit beenden, auch wenn es schon begonnen hat und auch ohne Begründung. Das gilt, wenn dein Gegenüber anders aussieht als auf den Fotos, wenn Absprachen plötzlich nicht mehr gelten sollen oder wenn du dich unwohl fühlst und den Grund nicht benennen kannst.
Ein kurzer Satz reicht: „Ich gehe jetzt, das passt für mich nicht.“ Diskutier nicht und lass dich nicht überreden. Wenn du dich bedrängt fühlst, geh an einen Ort mit anderen Menschen und ruf deine Vertrauensperson an.
Alkohol und andere Substanzen machen es schwerer, Grenzen zu halten und Warnsignale zu bemerken. Bleib beim ersten Treffen nüchtern genug, um jederzeit selbst entscheiden zu können, und lass dein Getränk nicht unbeaufsichtigt stehen.
Wenn etwas schiefgeht
In akuter Gefahr ruf sofort die Polizei unter 110. Das gilt bei Gewalt, Drohungen, wenn dich jemand festhält oder wenn du den Verdacht hast, dass eine Person zu etwas gezwungen wird oder minderjährig ist.
Danach, oder wenn keine akute Gefahr besteht:
- Melde die Anzeige oder das Profil über den Melde-Button an der Anzeige. Unser Team prüft jede Meldung. Hinweise auf Minderjährigkeit oder Zwang bearbeiten wir mit höchster Priorität.
- Sichere Beweise: Screenshots vom Chat, vom Profil und von Zahlungsaufforderungen. Lösch den Chatverlauf nicht.
- Erstatte Anzeige bei der Polizei, wenn du betrogen, bedroht oder angegriffen wurdest. Das geht in vielen Bundesländern auch online über die Internetwache.
- Hol dir Unterstützung. Auf unserer Seite „Hilfe & Sicherheit“ findest du Hilfetelefone und Beratungsstellen, die anonym und kostenlos helfen.
Niemand ist selbst schuld, wenn ein anderer Mensch Grenzen überschreitet oder betrügt. Eine Meldung hilft dir und schützt die nächste Person, die dieser Anzeige begegnet.